Börderunde vom 14. bis 17. Juli 2022

Die Viertagesfahrt der BSG Berliner Sparkasse

Wörlitzer Kreisel, die Viertagesfahrt der BSG Berliner Sparkasse vom 8. bis 11. Juli 2021

Bericht: Katja und Adrian Scharff
sowie Katrin Begolli (BSG Berliner Sparkasse)
Fotos: Norbert Wild (RC Hattersheim)



Die von der BSG Berliner Sparkasse (hier großen Dank an Lothar) für Juli 2022 geplante Viertagesfahrt fand großen vereinsinternen, aber auch vereinsexternen Anklang. So geschah es, dass sich am 14. Juli 2022 in Gommern in Sachsen-Anhalt in dem bereits bei den Deutschlandtouren 2006 und 2012 als Radfahrerquartier gut bewährten Hotel Robinienhof insgesamt 24 Sportfreund*innen der BSG Berliner Sparkasse mit Freund*innen des RC Hattersheim und zwei Gastfahrern zusammenfanden.

Die Etappen im Überblick

Do 08.07.2021
  • Salzfurtkapelle (66 km)
Sa 10.07.2021
  • Burg Rabenstein – Roßlau (105 km)
  • Burg Rabenstein - Zerbst - Aken (140 km)
So 11.07.2021
  • Ochsenkopf (70 km)

14.07. - Prolog

Als erster Programmpunkt stand gemütliches Einradeln beim „Prolog“ an. Auch Holger, der schon am Vormittag aus Berlin mit dem Rad angereist war, rollte noch im Peleton mit. Knapp 60 km auf teilweise sehr herausfordernder Strecke mit unbefahrbarem Pflaster, Plattenwegen mit großen Löchern, die zum Zick-Zack-Fahren zwangen und schlechter Fahrbahn. Der Wettergott mixte uns ein Zweierlei aus Sonne und Wind – das hätte schlechter kommen können! Wer danach eine Abkühlung brauchte, sprang in den Kulk – ein am Hotel gelegener kleiner See, der lt. Wikipedia als regionales touristisches Zentrum bekannt ist. Denn der kleine See hat eine direkt am Seeufer befindliche Wanderdüne (Fuchsberg). Beim Abendschmaus und kühlen Getränken ließen wir den Abend ausklingen.

15.07. - "Gommern 100" und "Gommern 150"

In zwei Gruppen machten wir uns gut gelaunt auf, Gommern und die weitere Umgebung auf den von Lothar geplanten rund 100 km oder 150 km zu erkunden. Lt. „Tipps“ bei Komoot ist die „Wegoberfläche an manchen Stellen möglicherweise ungeeignet“. Nach den Erfahrungen vom Vortag, waren wir gespannt, was da auf uns zukommt.

Nachdem ein Baustellenabschnitt passiert war, wurden schnell wieder Kräfte gesammelt. Die netten Bäckerdamen im Netto versorgten uns mit Kaffee und Kuchen und stellten sogar noch ein paar zusätzliche Stühle zur Verfügung - so konnten wir immerhin zu viert sitzen ��.

Die weiteren Streckenabschnitte waren heute viel besser befahrbar als gestern, so dass wir nicht allzu sehr durchgeschüttelt wurden. Als Nachmittags-/Abendgestaltung nutzten einige Sportfreunde wieder das kühle Nass im Kulk, umrundeten den See zu Fuß und/oder erklommen den am Seeufer stehenden Aussichtsturm.

16.07. - "Gommern 100" und "Gommern 145"

Auch heute ging es wieder in zwei Gruppen los, Strecken mit ähnlichen Entfernungen wie gestern lagen vor uns. Das Wetter war trocken und weiterhin nicht so heiß wie die letzten Wochen, perfektes Radfahr-Wetter also. Während gestern ja eher die westliche Umgebung erfahren wurde, ging es heute in südliche Richtung. Der südlichste Punkt war in Bernburg (bei der 100 km Runde) bzw. in Alsleben (bei 145 km) erreicht. Einkehrmöglichkeiten waren schnell gefunden, allerdings war von einer kurzen Einkehr leider keine Rede, da es über eine Stunde dauert, bis es die vielzähligen Bruschettas auf den schönen Tisch am Dorfplatz von Bernburg schafften. Dennoch ließen wir uns von einer zweiten Einkehr bei der örtlichen Eisdiele von Barby nicht abhalten, sodass wir gut ausgeruht auf die Fähre über die Elbe rollen, die auch gerade angelegte. Vor lauter Freude darüber, dass wir ohne Wartezeit direkt übersetzen können, fiel uns viel zu spät auf, dass unsere Gruppe um einen Teilnehmer kleiner war... Am anderen Ufer angekommen, sahen wir Bernie am Fähranlegen eintreffen. Eine schnelle Lösung musste her, wie wir diesen Fauxpas wieder gutmachen konnten. Wir beschlossen gesammelt noch einmal überzusetzen und ihn gemeinsam abzuholen. Dennoch würde da wohl heute Abend das ein oder andere Entschädigungsgetränk fällig werden.

Nicht viel später als wir kommen auch die Radler der großen Runde wieder am Hotel an. Leider gab es einen Defekt bei Thomas vom RC Hattersheim, sein Schaltwerk ist irreparabel auf einer Schotterpassage beschädigt worden. Dank Holgers Werkzeug konnte zwar das defekte Schaltwerk demontiert und die Kette verkürzt werden, aber die gewählte Kettenlänge passte nicht ganz zur Kettenflucht für eine fixe Übersetzung und so sprang die Kette immer selbstständig auf ein höheres Ritzel. Dafür war die Kette dann aber zu stramm und an ein Treten war nicht mehr zu denken. Daher musste Thomas leider den letzten Rest der Tour mit dem Zug zurücklegen, nachdem er abwechselnd von verschiedenen Sportsfreunden 10 km bis zum nächsten Bahnhof geschoben worden war. Da ein Unglück selten allein kommt, musste Thomas am Zielbahnhof auch noch mit der Zugtür kämpfen, die sich nicht öffnen lassen wollte. Bis er dann an der nächsten Tür mit seinem Rad war, fuhr der Zug schon wieder los und er musste am nächsten Stopp aussteigen und den nächsten Zug zurücknehmen.
Zur Abkühlung wurde auch heute wieder ein Bad im See genommen und den Abend ließen wir auf der schönen Terrasse des Robinienhofs ausklingen.

17.07. Epilog

Die Teilnehmerzahl der letzten gemeinsamen Tour war heute bereits etwas reduziert. Lothar, Günther und Bernd fuhren die Runde in entgegengesetzter Richtung, um dann in Magdeburg in den Zug zu steigen und mit dem 9-Euro-Ticket wieder zurück nach Berlin zu fahren. Holger macht sich direkt am Morgen auf den Weg nach Berlin, wie schon auf der Hinfahrt legt er die gesamte Strecke mit dem Rad zurück – Respekt! Thomas hatte nach dem gestrigen Defekt leider kein funktionierendes Rad mehr, so waren wir heute also nur noch eine illustre Runde von 19 Radfahrenden, die in den Genuss der ausnehmend schönen Tour kommen konnten, die uns diesmal in die Gegend nördlich von Gommern führte. Lediglich die ersten Kilometer, die uns durch Magdeburg führten und bei denen immer wieder die Schienen der Straßenbahn überquert werden mussten, erforderten höchste Konzentration. Danach genossen wir aber die herrlichen Radwege durch das Überschwemmungsgebiet der Elbe, welches natürlich aufgrund der derzeitigen Trockenheit hervorragend zu befahren war. Auf dem zweiten Teil der Strecke ging es immer mit Rückenwind bis zum Hotel zurück.

Schlusswort

Wieder einmal waren es vier wundervolle Tage mit hervorragend ausgearbeiteten, abwechslungsreichen Strecken bei herrlichem Wetter. Noch einmal vielen Dank an Lothar für diese wie immer perfekt geplante und organisierte Tour. Und entgegen anders lautenden Aussagen soll wohl auch schon für 2023 wieder eine Viertagestour in Planung sein – wir freuen uns jetzt schon darauf!