Erlebnisse der Banker beim Giro Hattersheim

Text: Martin Grunenwald
Fotos: Nadine Schechner, Martin Grunenwald, Günter Stube, Stefan Juhr
sowie Günter Emrich und Kerstin Matt (beide RC Hattersheim)


Jährliche Fahrt nach Hattersheim: Gepflegte Tradition

Für BSG-Gründungsmitglied Lothar und seine Banker gehört die jährliche Fahrt nach Hattersheim zu einer jahrelang gepflegten Tradition. Freundschaften, Kooperationen und gegenseitige Vereinsmitgliedschaften verbinden beide Vereine und sind Zeichen für die gemeinsame Liebe zum Radsport. An unserer 4-Tagesfahrt sind Gäste aus Hattersheim regelmäßige Teilnehmer, genauso wie wir eben beim Giro Hattersheim. Dafür trainieren wir, denn jede und jeder will beim Giro gute Leistungen zeigen. Maximale individuelle Kilometerausbeute für die deutsche Meisterschaft der Sparkassen sind Pflicht und Ehrensache zugleich.

Besonderheiten dieses Jahr:

  • Die Wetterprognose verheißt viel Sonne bei 25°C.
  • Die Neulinge Nadine und Martin wollen es wissen und melden für den Marathon.
  • Die Hattersheimer laden uns zur Stadtführung Frankfurt per Rad ein.

Das diesjährige Team besteht aus Ralf, Martin, Alain, Lothar, Mirko, Alex, Gastfahrer Adi, Sascha (stehend v.l.n.r.), Günter, Nadine, Holger (erste Reihe v.l.n.r.) und Stefan (nicht auf dem Bild) sowie Betreuerin Ingrid, also 12 Fahrende und eine Begleitende. Unser Rad-Programm besteht aus der besagten Frankfurt-Tour am Freitag, einer Permanenten am Samstag und dem Giro am Sonntag.

Ausflug nach Frankfurt am Freitag, 16.6.2017

Strecke vom Hotel bis zur Rast in Hoechst

Anreise am Vormittag und am Nachmittag schnellstens aufs Rad, so wie es sich für Sportler gehört. Die Hattersheimer Kerstin, Lars und Anke holten uns vom Hotel ab. Entlang des Mainufers näherten wir uns der Stadt, passierten wir das Staedel-Museum und die Comoedia Mundi. Hier hatten wir eine tolle Sicht auf die Skyline Frankfurts.

Frankfurt am Main ist die 5. größte Stadt Deutschlands, die größte Stadt Hessens mit rund 730.000 Einwohnern

Freitag auf der Osthafenbrücke


Die Skyline wird geprägt durch den AfE-Turm, dem Turm des Doms, dem Hochhaus der Dresdner Bank, dem Main-Tower, der Deutschen Bank und dem Westhafen-Tower. Das sind noch nicht alle. Die komplette Liste der Hochhäuser gibt es hier. Das vorhergehende Panorama-Bild kann als Suchbild zur Unterhaltung verwendet werden.

Über Osthafen- und Honsell-Brücke gelangten wir auf die andere Mainseite, fuhren an der EZB und der Wesler Werft vorbei. Dann ging es stadteinwärts durch das im Bau befindliche Europaviertel bis zur Rast in der Altstadt von Hoechst. Wir waren sehr angetan, von vielen interessanten und unterhaltsamen Erläuterungen unserer charmanten Hattersheimer Freunde (die wir hier nicht komplett wiedergeben können).

Rast in der Altstadt von Hoechst für die Radler… ... und ihre Rennmaschinen

Doankschee. Des war e tollt Tour. Ein bischen Hessisch babbeln hämmer aa gelernt.

Permanente und Sektempfang am Samstag, 17.6.2017

So langsam komplettierte sich das Team, um sich mit der Permanenten „Die Riedrunde“ vom „RSC Pedalo Weiterstadt“ die Beine für den Giro zu lockern. Und das war unterwegs los:

Die Riedrunde

  • 3 Garmins + Alex = 4 - 5 Richtungen mit genauso vielen Diskussionen
  • Flughafen Frankfurt ohne Flieger (das kennen wir vom BER)
  • Tunneldurchfahrt im Dunkeln mit Sonnenbrillen
  • Bäckerbesuch mit individueller, dafür langsamer Brötchengestaltung, Kirschkuchen-Achtel für diejenigen, die schon eine gefühlte Ewigkeit beim Brötchenschmieren für die anderen wartend zugesehen hatten
  • Führung teilweise mit 36km/h (Beine lockern!)
  • super Videos von Sascha
  • Nadine fotografiert Banker unter sämtlichen Blickwinkeln

Wie die Lesenden hier feststellen können, war es also eine ganz normale Tour ohne besondere Vorkommnisse, so wie sie jeder Radsportler kennt und wie sie auch bei uns üblich ist. Beim sich anschließenden Sektempfang des Hattersheimer RC fühlten wir uns daher heimisch und waren alle gut gelaunt.

Abends: In unseren schicken BSG-Polos beim Sektempfang der Hattersheimer (v.l.n.r.) Günter, Lothar, Stefan, Sascha, Nadine, Alex, Gastfahrer Adi (verdeckt Holger), Alain, Martin, Mirko und Ralf

Der Giro am Sonntag, 18.6.2017

Hoch-runter-hoch-runter-hoch

Hoch-runter-hoch-runter-hoch…. das war das simple, aber effizient ermüdende Programm des Giro in seiner 31. Austragung. Kette ganz links oder ganz rechts, 15 km/h oder 75 km/h, nix dazwischen, 3.300 Höhenmeter in der Summe bei einer Streckenlänge von 230 km. Das steht den Anforderungen nicht nach, die die "Etappe du Tour 2017" von Briançon über 175 km auf den 2.600 m hohen Izoard an seine Teilnehmer stellt. Eine Tour also gänzlich ohne unser angestammtes Terrain, das mit „platt mit Wind“ umfassend beschrieben ist. Zum Glück waren wir alle gut durch diverse Trainingskilometer, neue Kassetten mit riesigen 28er-Kränzen und reichlich Horrorgeschichten aus den letzten Jahren vorbereitet.

Günter und Lothar genießen das verdiente Privileg einer Sonderverpflegung

Lothar hat eines der Tagesziele erreicht

Günter und Lothar starteten gegen 7:00 Uhr. Nach Ü-30 Teilnahmen haben sich unsere beiden Pensionäre das wertvolle Privileg einer Sonderverpflegung an Kontrolle 6 redlich verdient, nachdem sie hierfür immerhin 110 km stramm gefahren sind.

Derart „gestärkt“ ging es für die beiden gleich weiter zum Ziel, um unsere Trophäe für den 3. Platz in Empfang zu nehmen, während die anderen noch beim ständigen Hoch-/Runterschalten auf der Marathonstrecke unterwegs waren.

Siegerehrung 2017, festgehalten von Günter: Wir erringen wie die letzten Jahre den 3. Platz.

Die übrigen Banker auf der Marathon-Strecke

6:00 Uhr in Hattersheim: Start der Marathon-Gruppe

Die übrigen Banker waren bereits um 6:00 Uhr gestartet und spätestens ab der ersten Kontrolle war es mit der Gemeinsamkeit erstmal vorbei. Triathlet Sacha war vorne weg, dann folgt das 3er Grüppchen Stefan, Adi und Ralf, danach kamen Holger und Martin. Die nächste Gruppe bildeten Alex, Alain, Nadine und Mirko. Mirko bog wie geplant auf die 150er Strecke ab. Im Ziel trennte jede Gruppe rund 1 Stunde (29er, 26er, 24,5er und 23er Schnitt + Pausen). Alle 12 Banker sind zusammen 2.357 km gefahren, das macht den 3. Platz).

Wir Berliner Flachländer haben also diese anspruchsvolle Hügel-Herausforderung gemeistert, obwohl wir auf ganz anderes Terrain spezialisiert sind. Das war nur durch ausgefeilte Strategien möglich.

Holger (li.) und Martin auf dem Feldberg Adi, Ralf und Stefan ebenfalls auf dem Feldberg (v.l.n.r.) Alain, Nadine, Alex. Die merkwürdigen Beulen an Alex Bauch sind seine abgestreiften Beinlinge

Im Ziel warteten wir alle aufeinander und bescherten uns gegenseitig einen tollen Empfang bei Nudeln und Bier. Abends fassten wir weitere Kalorien beim Griechen für die Rückfahrt am nächsten Tag.

Im Ziel Nudeln und Bier für alle, hier stellvertretend für Günter (li.) und Ralf (re.)

Liebe Hattersheimer: großes Danke, Ihr seid Klasse. Wir nehmen jede Menge positiver Erinnerungen an eure Gastfreundschaft und euren Giro mit.

PS

Memo an uns: Alex unbedingt ausgiebig danken, loben und 200km im Windschatten fahren lassen als Danke für die tolle Organisation.

Der Giro Hattersheim 2017 in Zahlen

  Teilnehmer insgesamt 1.145  
  hiervon mit Wertungskarten 240  
  Jedermänner/-frauen 905  
  Teilnehmer Radmarathon 153  
  Teilnehmer Sparkassen 115  

Die Sparkassen-Wertung

Mit einem Sieg der BSG Berliner Sparkasse in der Wertung der Sparkassen war auch diesmal nicht zu rechnen. Diesen holte sich die Sparkasse Aachen, deren 41 Sportfreunde insgesamt 5.115 km absolvierten. Dahinter platzierte sich die Frankfurter Sparkasse mit 36 Startern und gefahrenen 3.577 km. Für uns reichte es mit 2.357 km aber noch zu einem dritten Platz, was bei 12 Startern ein gutes Ergebnis darstellt.

Ergebnisse und Rückblick in Bild und Zahlen

sind auf unserer Sonderseite "Deutsche RTF-Meisterschaft
der Sparkassen" veröffentlicht
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Ein Rückblick über den 31. GIRO Hattersheim ist
auf der Webseite des RC Hattersheim veröffentlicht
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