Fahrt nach Borchen und zum Giro Hattersheim

- Bericht: Lothar Belitz und Stefan Juhr, Fotos: Rad-Treff Borchen, Günter Emrich -


„Sommeranfang bei 12 Grad, Regen, Nebel und nur noch 4 Grad auf dem Feldberg/Taunus". Eigentlich sollte es eine Fahrt in den Sommeranfang werden, aber es kam wieder einmal ganz anders.

Samstag 20.06.2015: RTF Rad-Treff Borchen

Da es in Hessen am Sonnabend leider - warum auch immer - keine RTF-Veranstaltung gab, mussten wir den Umweg über eine Veranstaltung des „Rad-Treff Borchen" wählen. Borchen liegt in der Nähe von Paderborn. Die Wetteraussichten waren für den Sonnabend nicht gerade berauschend. Angesagt waren 12 Grad und Dauerregen. Umso überraschter waren wir am Morgen: Die Temperaturen stimmten mit der Vorhersage überein, aber wir blieben trocken.

Das Team

Am Start waren Holger Stube, Stefan Juhr, Mirko Böttger, Lothar Belitz, Uwe Schmidt, Jürgen Bremer und Ralf Behnke.

Start um 9:00 Uhr – der Himmel klarte auf -, und es blieb trocken. 110 km mit hervorragend ausgeschilderter Strecke und gut organisierten Verpflegungspunkten. Es gab nicht eine einzige Ampel und auch die zu bewältigenden Höhenmeter (850) hielten sich im Rahmen. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die vielleicht auch 2016 auf dem Programm stehen kann.

Belohnung am Ziel

Im Zielbereich angekommen wurden wir für die zweitstärkste Mannschaftsleistung ausgezeichnet. Nach kurzer Stärkung am reichhaltigen Kuchenbuffet machten wir uns auf den Weg nach Hattersheim. Dort gab es dann um 18:00 Uhr den obligatorischen Sektempfang mit Analyse der anwesenden Konkurrenzmannschaften der befreundeten Sparkassen und anschließend ebenso obligatorisch das Pasta-Essen beim Italiener.

Sonntag 21.06.2015: Giro Hattersheim, Sparkassenmeisterschaft

Der Berg ruft

Aufstehen um 4:15 Uhr – Frühstück um 5:00 Uhr – Start um 6:00 Uhr -> ein Marathoni muss früh fit sein!

Am Start Ralf Behnke, Günter Michalski, Mirko Böttger, Alexander Bößwetter, Holger Stube, Adrian Scharff als Gast aus Stuttgart, Dr. Johannes Evers, Stefan Juhr – vor uns lagen noch 210 km und ca. 3.300 Höhenmeter.

Flottes Tempo bis zur ersten Kontrolle in großer Gruppe, danach setzten wir in kleinerer Zusammensetzung die Fahrt fort.


Während es am Start noch verhältnismäßig trocken war, allerdings bei nur 10 Grad, setzte nach und nach der Regen ein, um – wie auch schon vor zwei Jahren – genau mit Einstieg in den Feldberg in einen ausgewachsenen ergiebigen Dauerregen zu münden.
Normalerweise hat man vom fast 900 m hohen Feldberg eine wunderbare Aussicht, diesmal konnte man höchstens 20 m weit sehen.

Sommeranfang mal anders

Ach ja mittlerweile zeigte das Thermometer nur noch 5 Grad, immerhin war heute Sommeranfang, den hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Die dann folgende 20 km lange Abfahrt und der aufkommende Wind sorgten für eine starke Auskühlung, sodass sich Mirko, Ralf und Holger in Idstein an K 4 für den direkten Weg nach Hattersheim entschieden.

Die verbliebenen Drei sorgten mit hohem Tempo dafür, dass ihnen wieder etwas wärmer wurde. Alex und Günter folgten mit einigem Abstand. Alex wollte eigentlich auch den kürzeren Weg wählen, da Günter aber bei nun trockenem Wetter weiter fahren wollte, ließ er ihn nicht allein.


Allerdings wurden sie später auf den letzten 20 Km noch von einer kräftigen „Dusche" erwischt. Da auch der Regen nachließ und in einzelnen Momenten sogar kurz die Sonne für Moral sorgte, setzten wir die Fahrt mit zurück gewonnener Kraft fort und beendeten den Marathon nach rund 7 ½ Std. mit einem 26er Schnitt.

Auch die "kleinere Runde" hatte es in sich

Carsten Welker, Jürgen Bremer und Lothar Belitz fuhren die 111er Runde, Uwe Schmidt entschied sich für die 72er Strecke. In Schmitten an K 3 trafen sie kurz mit den ersten 4 „Marathonis" zusammen, die sich nun – wie oben geschildert – auf den beschwerlichen Weg zum Feldberg machten. Auch die Drei, die ja nicht über den Feldberg mussten, hatten auf den nächsten 40 km mit dem Regen und den niedrigen Temperaturen um 10 Grad zu kämpfen.

Flüssige Stärkung

An der K 6 in Naurod konnten wir – und später auch unsere Marathonfahrer- einen vorzüglichen 1999er spanischen Rotwein aus dem Keller des zweiten RCH Vorsitzenden Rainer Glatz - verkosten. So gestärkt sollten die restlichen 28 km in schneller Fahrt absolviert werden, dachten wir. Doch nur 3 km nach dieser Kontrolle machte Lothars Hinterrad diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Gegen 12:30 Uhr erreichten wir dann das Ziel in Hattersheim, wo uns Peter Drnec (1. Vorsitzender des RCH) mit einem Weizenbier begrüßte.


Dann schnell zum Umziehen und Duschen ins Hotel, danach wieder zurück zur Siegerehrung und Warten auf die Marathonfahrer.

Gegen 15:20 Uhr konnten wir dann Hans, Stefan und Adrian als erste unserer 5 Marathonfahrer begrüßen. Alex und Günter folgten dann eine Stunde später.

Die Wertung

Mit einem Sieg in der Wertung der Sparkassen war sowieso nicht zu rechnen, den hat nun mal die Sparkasse Aachen abonniert. Die 42 Sportfreunde absolvierten 4.416 km, dahinter platzierte sich die Frankfurter Sparkasse mit 19 Startern und gefahrenen 2.205 km. Für uns reichte es mit 1.970 km aber noch zum dritten Platz, was bei 12 Startern ein gutes Ergebnis darstellt.

Allerdings muss auch gesagt werden, die Beteiligung der Sparkassen wird immer geringer. Ich kann mich noch an die ersten Zeiten erinnern, da kamen Sparkassen aus Solingen, Fulda, Stuttgart mit Bussen angereist.

Abendliches Zusammensein

Der Abend endete bei Sonnenschein mit einem Grillbüffet für alle Helfer des RCH, zu dem die verbliebenen Berliner Sportfreunde herzlichst eingeladen waren. Da die Helfer teilweise schon um 4:00 Uhr vor Ort waren, war es nur verständlich, dass um 21:30 Uhr Schluss war. Wir verabschiedeten uns von ihnen und gaben unser Versprechen auch 2016 zur 30. Austragung wieder da zu sein. Gleichzeitig nahmen wir ihnen das Versprechen ab, mit einer zahlenmäßig stärkeren Gruppe im April 2016 zu unserer Veranstaltung zu kommen.

Fazit

Abschließend nur die Hoffnung, dass die BSG Berliner Sparkasse dort mal wieder stärker vertreten sein wird. Seit Jahren sind es leider immer nahezu dieselben Sportfreunde, die sich auf den Weg nach Hattersheim machen.

Ergebnisse und Rückblick in Bild und Zahlen

sind auf unserer Sonderseite "Deutsche RTF-Meisterschaft
der Sparkassen" veröffentlicht
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Ein Rückblick über den 29. GIRO Hattersheim ist
auf der Webseite des RC Hattersheim veröffentlicht
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